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by KML Podcasts & Peter Borchmann
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In der letzten Podcastfolge wurde gemeinsam mit Hartmut Goldschmidt ein Blick zurückgeworfen und die Therapieentwicklung beim Multiplen Myelom beleuchtet. Heute schauen wir bei derselben Erkrankung nach vorne: Im Gespräch mit Leo Rasche aus Würzburg thematisiert Peter Borchmann den Stellenwert T-Zell-aktivierender Immuntherapien. Darunter werden innovative Krebstherapien verstanden, bei denen entweder die T-Zellen des körpereigene Abwehrsystems genetisch modifiziert (CAR-T-Zell-Therapie) oder aber stimuliert (bispezifische Antikörper) werden, um Tumorzellen spezifisch zu erkennen und in Serie zu zerstören. Denn die das multiple Myelom verursachenden Plasmazellen – sie sind terminale Differenzierungsstufe der B-Lymphozyten - haben gleich mehrere Antigene, die sich als Zielstruktur für sogenannte „T-cell engager“ etabliert haben oder sich für CAR-T-Zelltherapien beim Multiple Myelom eignen.Leo Rasche war von 2016 bis 2018 Postdoktorand am „Myeloma Institute der University of Arkansas for Medical Sciences“ in Little Rock, wo er sich mit medizinischer Bildgebung, Tumorgenomik, Tumorentwicklung und Immuntherapieansätzen zur Behandlung des multiplen Myeloms befasste. Seit 2018 ist Leo Rasche Oberarzt und Gruppenleiter in der Myelomabteilung des Universitätsklinikums Würzburg und erhielt 2022 den mit 7.500 Euro dotierten Artur-Pappenheim-Preis der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) für seine herausragende Forschung zum Multiplen Myelom. Seine Arbeit entschlüsselte Resistenzmechanismen bei CAR-T-Zelltherapien, bei denen Myelomzellen das Oberflächenprotein BCMA verlieren, was für die Weiterentwicklung von Krebstherapien von hoher Bedeutung ist. Informationen zu Leo Rasche und die DSMMUniversitätsklinikum Würzburg: Zentrum für das Multiple MyelomUniversitätsklinikum Würzburg: Prof. Dr. med. Leo Rasche Informationen zum KML-Podcast & Peter Borchmannhttps://lymphome.de/podcastOberärzte | Innere Medizin I | Uniklinik Köln Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Wer vor 35 Jahren an einem Multiplen Myelom erkrankte, stand vor einer fast ausweglosen Situation. Die Therapie war auf wenige, nur unzureichend wirksame Medikamente beschränkt – die mittlere Lebenserwartung dieser Patient:innen betrug etwa 3 Jahre. Viele Betroffene erkrankten zusätzlich an einem myelodysplastischen Syndrom oder einer akuten myeloischen Leukämie. Neue Konzepte mussten her.Hartmut Goldschmidt, der 1992 von der Berliner Charité kommend an die Uniklinik in Heidelberg gewechselt war, forschte dort an Behandlungskonzepten mit hochdosierten Chemotherapien. Es zeigte sich, dass durch die sequentielle Hochdosistherapie langfristige und durch die allogene Stammzelltransplantation auch komplette Remissionen beim multiplen Myelom erzielt werden konnten. Angetrieben von dem Ziel, nebenwirkungsärmere Therapien für am Multiplen Myelom erkrankte Menschen zu entwickeln, wurde 1996 die GMMG – die German-Speaking Myeloma Multicenter Group - gegründet und 30 Jahre lang von H. Goldschmidt geleitet. Heute ist das Multiple Myelom eine gut beherrschbare Erkrankung – und dazu hat auch die GMMG unter der Leitung von Hartmut Goldschmidt beigetragen – weit über 600 Publikationen bei PubMed, davon allein sechs im New England Journal of Medicine (NEJM), belegen die wissenschaftliche Relevanz dieser Gruppe. Hören Sie rein und erfahren Sie, welche Hürden die GMMG genommen hat und wie durch klinische Therapiestudien die Situation für an einem multiplen Myelom erkrankte Menschen stetig verbessert werden konnte. Informationen zu Hartmut Goldschmidt und die GMMGhttps://gmmg.infoMyelomzentrum Heidelberg: Universitätsklinikum Heidelberg Informationen zum KML-Podcast & Peter Borchmannhttps://lymphome.de/podcastOberärzte | Innere Medizin I | Uniklinik Köln Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Bei der Fortbildungsveranstaltung „Hämatologie im Wandel 2025“ wurde am 5. September 2025 in einer Podiumsdiskussion die Frage erörtert, welche Strukturen in Deutschland benötigt werden, damit Patient:innen mit Lymphomen & Leukämien optimal versorgt werden können. Christian Karagiannidis hielt zu der Fragestellung „Wo sollten Leukmämie- und Lymphom-Patient:innen behandelt werden – eine Diskussion um NCTs, CCCs und die Krankenhausreform“ einen Impulsvortrag, in dem er auch notwendige Strukturreformen im deutschen Gesundheitswesen anmahnte. Michael Hallek moderierte die sich daran anschließende Diskussionsrunde an der diese Expertinnen und Experten beteiligt waren: Prof. Dr. med. Christian Karagiannidis (Köln), Johannes Förner (Patientenvertreter, München), PD Dr. med. Thomas Illmer (Dresden), Dr. med. Barbara Zimmer (MD Düsseldorf), Prof. Dr. med. Thomas Oellerich (Frankfurt), Prof. Dr. med. Michael Hallek (Köln). Seien Sie gespannt auf diese für die KML-Podcastreihe aufgezeichnete Diskussion. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Bei der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) haben die oralen BTK- und BCL2-Inhibition die früher übliche Chemotherapie praktisch vollständig aus der Routine verdrängt. Zwei Konzepte stehen sich gegenüber: die zeitlich begrenzte Therapie mit dem Ziel einer tiefen und langanhalten Remission und die Dauertherapie mit dem Ziel einer minimalen Intervention mit langfristiger Krankheitskontrolle. Für beide Optionen gibt es Für und Wider. Wie im klinischen Alltag entschieden werden sollte und wie der Stellenwert der zur Verfügung stehenden Substanzen zu bewerten ist, diesen Fragen geht Peter Borchmann in der 16. Ausgabe der KML-Podcastreihe nach. Er spricht mit Barbara Eichhorst, Oberärztin an der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln und Leiterin der Deutschen CLL Studiengruppe (DCLLSG). Neben ihrer translationalen und klinischen Forschung zur Richter Transformation ist sie maßgeblich für die Entwicklung neuer Therapiekonzepte und die Durchführung von Therapieoptimierungsstudien bei der CLL verantwortlich. Barbara Eichhorst vereint jahrzehntelange Erfahrung in der akademischen Forschung mit persönlicher Erfahrung in der klinischen Praxis. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Bei der Diagnostik und Therapie des Morbus Waldenström hat es in den letzten Jahren grundlegende Veränderungen gegeben. Die Frage, welche Therapie für die jeweiligen Patient:innen die beste Wahl ist, wurde dadurch sehr komplex. Aufgrund der Paraproteinämie, die klinisch sehr relevant sein oder werden kann, ist eine Therapieentscheidung auch häufig dringlich. Mit Christian Buske verfügt das KML über einen ausgewiesenen Experten für diese Erkrankung – er ist heute Gast dieser Podcastreihe. Christian Buske ist Ärztlicher Direktor am Institut für Experimentelle Tumorforschung des Universitätsklinikums Ulm und koordiniert das „Europäische Konsortium für Morbus Waldenström (ECWM)“. Hinzu kommt seine sehr enge Einbindung im Vorstand der GLA. Christian Buske ist Initiator zahlreicher Studien, Autor zahlreicher wichtiger Publikationen und verantwortlicher Autor der Onkopedia-Leitlinie für den Morbus Waldenström. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Seit Jahrzehnten werden Patient:innen, die an einer akuten myeloischen Leukämie (AML) erkranken, mit dem 7+3-Schema behandelt, einer intensiven und wirksamen Chemotherapie. Abhängig von Risikofaktoren werden zusätzlich zielgerichtete Medikamente eingesetzt und in Situationen mit einem definiertem Risiko für das Versagen dieser Therapie folgt eine allogene Stammzelltransplantation. Diese AML-Therapie ist hochwirksam und hat das Potential, AML-Patient:innen zu heilen – sofern die Therapie in dieser Intensität durchführbar ist. Doch das trifft leider nicht für alle Patient:innen zu. In diesem Podcast geht es um die Behandlung jener Patient:innengruppe, die für eine intensive Therapie nicht ausreichend resilient ist, und die die Behandler im Alltag immer wieder vor größere Probleme stellt. Christoph Röllig ist Professor für Innere Medizin an der Medizinischen Klinik I der Uniklinik Dresden und leitet dort die Bereiche Hämatologie und Klinische Studien. Außerdem ist Christoph Röllig Leiter der Studienzentrale der Studienallianz Leukämie (SAL), einer international sehr sichtbaren deutschen Forschungsgruppe zu akuten Leukämien. Als Initiator zahlreicher Studien, Autor zahlreicher wichtige Publikationen und verantwortlicher Autor der Onkopedia Leitlinie für die AML ist Christoph Röllig ein ausgewiesener Experte für das Thema dieses Podcasts. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Wenn die erste Therapielinie beim diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) versagt und die Erkrankung erneut auftritt, ist bei Spätrezidiven (mehr als 12 Monate nach Erstlinientherapie) eine Hochdosischemotherapie mit einer autologen Stammzelltransplantation das Mittel der Wahl. Demgegenüber können Patientinnen und Patienten mit einem Frührezidiv (weniger als 12 Monate nach Erstlinientherapie) eher von einer CAR-T-Zell-Therapie profitieren. In diesem Podcast diskutieren Peter Borchmann und Björn Chapuy über den Stellenwert der Hochdosis-Chemotherapie. Zentrale Fragen sind, ob und welche Alternativen es zur Hochdosistherapie gibt bzw. mit welchen Substanzen sich die Erstlinientherapie so verbessern lässt, damit Patient:innen mit einem grundsätzlich Chemotherapie-sensitiven DLBCL möglichst gleich mit der ersten Therapielinie eine tiefe Remission erreichen und spätere Rezidive möglichst erst gar nicht auftreten. Björn Chapuy ist Professor für Translationale Lymphomforschung, Oberarzt und Leiter des Schwerpunkts Lymphome an der Berliner Charité am Campus Benjamin Franklin sowie Sprecher der AG DLBCL in der German Lymphoma Alliance (GLA). Seine international sehr sichtbare Forschung hat maßgeblich dazu beigetragen die genomische Landschaft des DLBCL zu entschlüsseln. Des weiteren leitet Björn Chapuy mit der R-Pola-Glo-Studie die bestrekrutierende Studie beim DLBCL in Deutschland. Peter Borchmann ist seit 2006 Oberarzt der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln und leitet dort den klinischen Schwerpunkt „maligne Lymphome“. Für das Kompetenznetz Maligne Lymphome spricht Peter Borchmann in loser Folge mit Expertinnen und Experten über verschiedene Fragestellungen der Lymphom- und Leukämieforschung. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
An zertifizierten Krebszentren ist die psycho-onkologische Betreuung von Patientinnen und Patienten mittlerweile Teil der Standardversorgung. Gleichzeitig haben nicht alle PatientInnen einen Bedarf für diese Unterstützung. Als Gastgeber der KML-Podcast-Serie spricht Peter Borchmann mit der Psychoonkologin Christiana Muth darüber, wie Behandelnde den Bedarf Ihrer Patient:innen für psychoonkologische Unterstützung verlässlich einschätzen können – oder ob Patient:innen auch selbst wissen können, ob diese Intervention für sie persönlich hilfreich sein könnte. Christiana Muth ist psychologische Psychotherapeutin, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, Supervisorin und Psychoonkologin und leitet den Bereich der Klinischen Psychoonkologie an der Klinik I für Innere Medizin an der Uniklinik Köln. Peter Borchmann ist Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Internistische Onkologie mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin. Seit 2006 ist Peter Borchmann Oberarzt der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln und leitet dort den klinischen Schwerpunkt „maligne Lymphome“. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 25.000 Menschen an einem der verschiedenen Subtypen maligner Lymphome. Das Feld entwickelt sich sehr dynamisch. In immer kürzeren Abständen werden neue Studienergebnisse zu Diagnostik und Therapie vorgestellt. Neue Therapeutika sind schon lange nicht mehr nur klassische Zytostatika, sondern zunehmend zielgerichtete Substanzen und Immuntherapeutika. Das Feld befindet sich also im einem relativ raschen Wandel. In der Praxis hängt die Frage, welches Therapiekonzept schließlich für welchen Patienten optimal ist, von zusätzlichen Faktoren ab. In dieser komplexen Situation neue Ergebnisse zu bewerten und in Therapie-Algorithmen einfließen zu lassen, erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit Studiendaten und einen offenen Diskurs. Wir wollen mit diesem Podcast einen kompetenten und vor allem unabhängigen Beitrag zu diesem Diskurs leisten. Geben Sie uns gern ein Feedback an <a href="mailto:podcast@lymphome.de" rel="noopener noreferrer" target="_bl
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