
Die Bundesregierung will das Heizungsgesetz weiter umstricken. Aus dem Gebäudeenergiegesetz soll das Gebäudemodernisierungsgesetz werden, mit Technologieoffenheit statt der 65‑Prozent‑Pflicht für erneuerbare Energien. Das klingt nach Freiheit bei der Heizungswahl, bedeutet aber vor allem: Fossile Gasheizungen und Ölkessel bleiben faktisch möglich, während der Gebäudesektor weiterhin rund ein Drittel von Energieverbrauch und CO₂‑Emissionen verursacht.Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach analysieren, wie die geplante Biogas-Quote ab 2029, die neue Kostenbremse für Mieter und die Aufteilung von CO₂-Abgabe und Gasnetzentgelten zwischen Vermietern und Mietern zusammenspielen. Sie diskutieren, warum das Ziel der Klimaneutralität 2045 mit einem „Macht doch, was ihr wollt“ im Wärmesektor kaum erreichbar ist, welche Rolle Quartierslösungen und erneuerbarer Strom vor Ort tatsächlich spielen und was Joseph Schumpeters „schöpferische Zerstörung“ mit deutschen Heizungskellern zu tun hat.Am Ende steht die Frage: Ist das neue Heizungsgesetz ein Modernisierungsprogramm oder der teuerste Aufschub beim Umbau von Immobilien, Energieversorgung und Mietmarkt? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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