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by Big Pool Theory
Wir sind ein Zusammenschluss aus schwimmbegeisterten Wissenschaftler:innen und möchten an dieser Stelle Forschung an die Beckenränder Deutschlands bringen. Wir freuen uns auch über Wünsche und Anregungen von Trainerseite: Interessiert euch ein spezielles Thema und ihr möchtet den aktuellen Forschungsstand dazu wissen? Dann schreibt uns gerne an: bigpooltheory(at)dstv-schwimmtrainer.de
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Wie gelingt guter Schwimmunterricht in Gruppen, in denen dieVoraussetzungen der Kinder kaum unterschiedlicher sein könnten? Und wie können Lehrende Lernstände erfassen, ohne wertvolle Zeit zu verlieren?In dieser Folge steht der „Eulenblick“ im Mittelpunkt – einwissenschaftlich entwickeltes Verfahren zur Erhebung des Lernstands imSchwimmenlernen. Mit seiner Hilfe können Kinder schnell und unkompliziert verschiedenen Lernphasen zugeordnet werden. Lehrkräfte erhalten dadurch eine fundierte Grundlage, um passgenaue Lernangebote auszuwählen und Schwimmunterricht gezielt zu gestalten. Unterstützt wird dieser Prozess durch die neue Schwimm-Lehr-App „Schuhuu“, die passende Spiel- und Übungsformen direkt bereitstellt.Host Sebastian Fischer (Universität Kassel) spricht gemeinsam mit den Studierenden Hannah und Maximilian aus dem Projekt „Kasseler Welle“ mit Dr. Ilka Staub (Deutschen Sporthochschule Köln), die den Eulenblick und das zugrunde liegende Modell der schwimmerischen Grundbildung maßgeblich mitentwickelt hat. Im Gespräch geht es um die Frage, warum Wasservertrautheit,Tauchen und Schweben die Grundlage erfolgreichen Schwimmenlernens bilden, wie Diagnostik Lehrkräfte entlasten kann und weshalb ein Perspektivwechsel in der Schwimmvermittlung notwendig ist.Wie diese Ansätze in der Praxis wirken, das wird jetzt im Projekt „Kasseler Welle“ erprobt. Dort arbeiten die Stadt Kassel und die Universität Kassel zusammen, um jährlich rund 2.000 Kindern nachhaltige Wasserkompetenz zu vermitteln. Der Eulenblick unterstützt dabei, jedes Kind dort abzuholen, wo es steht, und Schwimmförderung wirksam und nachhaltig zu gestalten.Eine Folge für alle, die Schwimmenlernen neu denken und mehr Kinder souverän ins Wasser bringen möchten. Alle Infos zum Eulenblick:http://www.dieeuleunddasschwimmen.deArtikel: Fokken, I., & Staub, I. (2026). Jedes Kind im Blick: Wie das Vermittlungsmodell der Schwimmerischen Grundbildung und der Eulenblick den Schwimmunterricht professionalisieren. sportpädagogik, 2026(3+4), 63-67.App-Test für’s iPad (Prototyp): https://testflight.apple.com/join/f1jS9fV2Projekt Kasseler Welle: https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/sport-und-sportwissenschaft/training-und-bewegung/projekte/login/kasseler-welle-2026-wasser-erleben-lernen-leben-erhalten/werde-teil-der-kasseler-welle.html
In dieser Folge haben wir Kerstin Vogel, ehemalige Spitzenschwimmerin und heutige DSV-angestellte Trainingswissenschaftlerin am Bundesstützpunkt Essen, am Mikrofon. Gemeinsam mit Host Lukas Mundelsee spricht Kerstin darüber, wie sie ihre eigenen leistungsportlichen Erfahrungen gewinnbringend an heutige Athletinnen und Athleten weitergibt, welche stilistischen Fehlerbilder ihr immer wieder unterkommen und wie sie daran in Kooperation mit den Trainerinnen und Trainern sowie den Sportlerinnen und Sportlern arbeitet.
In dieser Folge haben wir zum ersten mal den mit der DSTV assoziierten Rechtsanwalt Helmut Reitz zu Gast. Host Lukas Mundelsee und Helmut sprechen über das sogenannten Herrenberg-Urteil und welche Relevanz dieses für Trainerinnen und Trainer im Schwimmen haben. Wichtiger Hinweis: Die Aufnahme fand Mitte Februar statt. Kurze Zeit später hat der DOSB folgende Zwischenmeldung zu dem Thema veröffentlicht:"Die durch Paragraf 127 des Sozialgesetzbuchs IV zum 01.03.2025 in Kraft getretene Übergangsregelung, die es Lehrkräften ermöglicht, ihre Lehrtätigkeiten - zukunftsbezogen bis zum 31.12.2026 und rückwirkend bis zum 01.07.2023 - rechtssicher als selbständige Tätigkeit auszuüben, wird laut Medienberichten bis zum 31.12.2027 verlängert. Grund für die Verlängerung ist, dass die Regierungskoalition noch mehr Zeit benötigt, die beabsichtigte langfristige und dauerhafte gesetzliche Neuregelung zu erarbeiten. Diese soll auf Basis eines Regelungsvorschlages des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit Wirkung zum 01.01.2028 von einer Arbeitsgruppe umgesetzt werden. Über neue Entwicklungen hierzu werden wir Sie weiterhin auf dem Laufenden halten."Das heißt - entgegen dem, was wir im Podcast sagen - wird die Frist laut Medienberichten noch um ein weiteres Jahr bis 31.12.2027 verlängert.
In dieser Folge sprechen Lukas Mundelsee und Dennis-Peter Born (Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen) über die Balance zwischen Spezialisierung und Vielfältigkeit im Schwimmsport. Ein zentrales Thema ist der Wissenstransfer aus der Wissenschaft in die Praxis zur Optimierung von Trainingsplänen sowohl von anderen Sportarten als auch innerhalb des Schwimmsports.Aus groß angelegten Analysen geht hervor, dass bis zum Erreichen eines Top-Niveaus im Schwimmsport meist 10-12 Trainingsjahre vergehen, was die häufig genannte 10.000 Stunden-Regel zur Entwicklung von Expertise stützt. Da Schwimmen eine Sportart ist, in der Athletinnen und Athleten früh mit hohen Trainingsumfängen trainieren, wird die technische Ausbildung im Kindesalter als besonders bedeutsam hervorgehoben. Gleichzeitig sind die athletischen Anforderungen im Schwimmsport in den letzten Jahren stark gestiegen, weshalb ergänzendes Training in anderen Sportarten zur Entwicklung transferierbarer Fähigkeiten und zur Motivationsförderung empfohlen wird, etwa durch leichtathletisches Sprinttraining. Zudem wird diskutiert, ab wann Talentprognosen möglich sind, wie verschiedene Talententwicklungen verlaufen können und warum Talente möglichst lange im Talentpool gehalten werden sollten, um nicht frühzeitig potenzielle Spitzenathleten zu verlieren. Darüber hinaus sprechen Dennis und Lukas über Altersbereiche, ab denen eine zunehmende Spezialisierung auf Schwimmlagen und -strecken angesichts der großen Vielfältigkeit im Schwimmsport sinnvoll erscheint.Besprochene Studien: Thinking outside the box: comparing age at performance milestones of swimmers to cross-country skiers and biathletes: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41651736/Specialize Early and Select Late: Performance Trajectories of World-Class Finalists and International- and National-Class Swimmers: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38061353/Predicting future stars: Probability and performance corridors for elite swimmers: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37968181/Competition age: does it matter for swimmers? https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35197115/Quantity of within-sport distance variety - what can pool swimmers and track runners learn from each other? https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39698053/Weitere Studien von Dennis findet ihr unter folgendem Link: https://sciprofiles.com/profile/1153076
Was haben Säbelzahntiger, kalte Duschen und gesprunge Schallplatten mit dauerhaftem Stress von Schwimmtrainer:innen zu tun? Wie ihr in dieser Podcast-Folge erfahren werdet: Eine ganze Menge! In dieser Spezialfolge interviewen sich die beiden Gäste dieses Mal gegenseitig: Yannick Romswinckel und Moritz Hirmke - beide Sportpsychologen der DSTV - sprechen erneut über die mentale Gesundheit von Schwimmtrainerinnen und -trainer. Ihr erfahrt unter anderem:Warum wir zwischen chronischem und akuten Stress unterscheiden müssen Praktisch anwendbare Modelle für euer Stresserleben im Alltag Konkrete Perspektiven und Strategien zum Umgang mit Stress Warum Neugier ein wirksames Gegengift für Stress sein kannIhr erreicht Yannick und Moritz sowie die anderen DSTV Sportpsychologen unter: https://dstv-schwimmtrainer.de/mitgliedschaft/mitgliederbereich.html (für Mitglieder ist das Erstgespräch kostenfrei).
Mit dieser 33. Folge starten wir in unsere 4. Staffel und gehen damit ins 5. Jahr unseres Bestehens. Auch dieses Mal versuchen wir wieder spannende Gäste vors Mikrofon zu bekommen und euch so jeden Monat mit Wissenschaft fürs Wasser und den Beckenrand zu versorgen. Wir starten mit dem zweiten Teil des Interviews mit Bernd Berkhahn. Darin sprechen unser Host Lukas Mundelsee und Bernd über einige Inhalte und die Belastungssteuerung im Training von Bernds' Spitzengruppe, Bernd gibt Einblicke in sein Gefühlsleben während internationaler Meisterschaften, was er über Talent im Schwimmsport denkt und wie er die Zukunft des Schwimmsports in Deutschland, aber auch international einschätzt. Ihr habt Fragen an Bernd für einen etwaigen dritten Teil? Dann schickt uns diese an bigpooltheory@dstv-schwimmtrainer.de Hier noch die angekündigten Links aus der Folge:Liste der Erfolge von Bernd Berkhahn: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Erfolge_von_Bernd_Berkhahn_als_TrainerDie Delphi-Studie zum Spitzensport in Deutschland:https://www.whu.edu/fileadmin/CONTENT/whu.edu/2_Faculty___Research/2.5_Entrepreneurship___Innovation_Group/2.5.10_Center_for_Sports_and_Management/027_Schmidt_and_Buechling__2025__Die_Zukunft_des_deutschen_Spitzensports__1.pdf Das Interview mit Jens Weinreich:https://www.sportandpolitics.de/podcast-sportfoerderung-wo-bleibt-die-kohle-berkhahn-thieme-maennig-paris-2024/
Passend zu seiner Ernennung in die Trainer-Hall-of-Fame des DOSB am vergangenen Mittwoch kommt heute der erste Teil unseres Interviews mit Bernd Berkhahn. Gemeinsam mit unserem Host Lukas Mundelsee schauen wir mit Bernd auf seine Anfänge als Nachwuchstrainer in Schleswig, erfahren u.a., wie er bereits an seinem zweiten Standort, Elmshorn, einen Olympiateilnehmer entwickelte und was ihn trotzdem irgendwann nach Magdeburg gezogen hat. Bernd verrät uns seine damaligen und heutigen Lieblingsbücher und was ihn vielleicht von anderen Trainern unterscheidet. Wir lernen einige wichtige Mentoren von ihm kennen und sprechen schließlich über Hürden und Stolpersteine auf seinem Weg bis hin zu einem der besten Trainer der Welt.Mit dieser Folge verabschieden wir uns von der BigPoolTheory in die Weihnachtspause, können aber schon mal verraten, dass Teil 2 des Interviews mit Bernd dann pünktlich zum Start des neuen Jahres erscheint, in dem wir dann Bernds Training beleuchten. Bleibt also neugierig :-)
In dieser Folge der BigPoolTheory spricht unser Host Lukas Mundelsee mit Benjamin Lück über seine Hausarbeit, die er zur Erlangung der A-Lizenz Leistungssport Schwimmen verfasst hat. Darin hat Benni einen empirisch gestützten Leitfaden entwickelt, wie Trainer:innen Debriefings nach Wettkämpfen strukturieren können – und wie sich diese optimal mit der Zielsetzung der Sportler:innen verbinden lassen. Wir diskutieren, warum Nachbesprechungen mehr sein sollten als ein kurzes Feedback am Beckenrand, wie Athlet:innen durch klare Prozess-, Leistungs- und Ergebnisziele sowie die Selbstreflexion darüber profitieren können und welche praktischen Werkzeuge Benni dafür entworfen hat. Eine spannende Mischung aus Wissenschaft und Praxis für alle, die Training und Wettkampf im Schwimmen ganzheitlich denken wollen.Link zum Goal-Sheet:https://dstv-schwimmtrainer.de/big-pool-theory.htmlDrei zentrale Publikationen, über die wir sprechen:Draxl, P. B. (2019). Wettkampfdebriefing im olympischen Spitzensport: eine qualitative Analyse. Karl-Franzenz-Universität, Graz.Hogg, J. M. (2024). Debriefing sport performance: A strategy to enhance mental and emotional recovery and plan for future competition. In M. Kellmann & J. Beckmann (Hrsg.), Fostering Recovery and Well-being in a Healthy Lifestyle: Psychological, Somatic, and Organizational Prevention Approaches (S. 73–91). Routledge.Macquet, A.‑C., Ferrand, C. & Stanton, N. A. (2015). Divide and rule: A qualitative analysis of the de-briefing process in elite team sports. Applied ergonomics, 51, 30–38. https://doi.org/10.1016/j.apergo.2015.04.005
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